| Michael: | In Deutschland gibt es eine Musikrichtung, die das Volk gleichzeitig sowohl vereint, als auch spaltet. Schlagermusik ist einerseits in allen Altersgruppen so beliebt wie nie zuvor und polarisiert die Massen andererseits wie kein anderes Medium. Dabei gibt es noch nicht einmal eine genaue Definition dieser Musikrichtung. |
| Jana: | Seinen Ursprung hat der Schlager ja eigentlich Anfang des 20. Jahrhunderts. Mit der Musik, die man heutzutage als Schlager bezeichnet, hatte das damals aber wenig zu tun. |
| Michael: | Wenn ich an Schlager denke, fallen mir einfältige Rhythmen und Melodien mit immer wiederkehrenden Textphrasen über Liebe, Leidenschaft, Heimweh oder Fernweh ein. |
| Jana: | Du meinst sicherlich den modernen Pop-Schlager von Interpreten wie Helene Fischer oder Roland Kaiser. |
| Michael: | Ja, schrecklich. Meinen Geschmack trifft diese Musikrichtung nicht. Und mir ist schleierhaft, wie sich Leute dabei nicht ihre Ohren zuhalten müssen. |
| Jana: | Unsere Wahrnehmung beim Pop-Schlager richtet sich meistens auf die stumpfen Rhythmen und billigen Synthesizer-Klänge. Man sollte aber nicht alle Schlager über einen Kamm scheren. Denn er hat musikalisch sehr viel mehr zu bieten. |
| Michael: | Meinst du damit etwa das bayerische Jodeln, gepaart mit Akkordeon und Blaskapelle? Das kann mir auch gestohlen bleiben. |