| Jana: | Am Wochenende war ich auf einer Jubiläumsfeier meiner Firma mit meinen Arbeitskollegen. Sehr interessant, kann ich da nur sagen … |
| Michael: | Warum? Hat sich dein Chef einen zu viel hinter die Binde gekippt? |
| Jana: | Das auch! Aber etwas hat mich stutzig gemacht. Als ich mit einer Kollegin angestoßen habe, sagte sie auf einmal, dass ich ihr doch in die Augen sehen solle, ansonsten würde ich sieben Jahre lang Unglück haben! Ich glaube, die hatte sich auch schon einen hinter die Binde gekippt! |
| Michael: | Das kann schon sein, aber den Spruch habe ich auch schon gehört. Man sollte sich eine Zigarette auch nicht an einer Kerze anzünden, sonst wird ein Seemann sterben. |
Sich einen hinter die Binde kippen oder sich einen hinter die Binde gießen bedeutet, dass jemand etwas Alkohol oder auch etwas zu viel Alkohol getrunken hat, dass man sozusagen betrunken ist oder war. Man könnte auch sagen, dass sich jemand „volllaufen“ lassen hat oder dass jemand voll war oder sich „die Kante gegeben“ hat.
Die Redewendung ist eher umgangssprachlich, und wird nicht in formellen Situationen verwendet. Der Ursprung dieser Redensart ist unbekannt, aber früher hat man eine Krawatte auch eine Binde oder einen Binder genannt. Und dahinter war der Hals, um den diese Krawatte gewickelt war. Und wenn man sich einen hinter die Binde kippte, dann hat man sich etwas in den Hals gekippt. Im Grimmschen Wörterbuch kann man unter Binde Folgendes finden, „um den hals, cravate: einen hinter die binde gieszen, einen schluck nehmen“.
Die wortwörtliche Übersetzung von sich einen hinter die Binde kippen ist to dump something behind the bandage.
Auf Englisch würde man vielleicht “to get tipsy” oder “to get trashed” oder “to get wasted” verwenden.
When Frau Meier started to talk about her new neighbor, Herr Schmidt interrupted her to tell her that the new guy often got wasted.
When Corinna arrived at the party and realized that everyone else was already tipsy and seriously partying, she decided to head into the kitchen to enjoy a long drink.
Die Redewendung ist eher umgangssprachlich, und wird nicht in formellen Situationen verwendet. Der Ursprung dieser Redensart ist unbekannt, aber früher hat man eine Krawatte auch eine Binde oder einen Binder genannt. Und dahinter war der Hals, um den diese Krawatte gewickelt war. Und wenn man sich einen hinter die Binde kippte, dann hat man sich etwas in den Hals gekippt. Im Grimmschen Wörterbuch kann man unter Binde Folgendes finden, „um den hals, cravate: einen hinter die binde gieszen, einen schluck nehmen“.
Die wortwörtliche Übersetzung von sich einen hinter die Binde kippen ist to dump something behind the bandage.
Auf Englisch würde man vielleicht “to get tipsy” oder “to get trashed” oder “to get wasted” verwenden.
Beispiel 1:
Als Frau Meier damit anfing, über den neuen Nachbarn zu lästern, unterbrach sie Herr Schmidt, um ihr zu sagen, dass der Neue sich häufiger einen hinter die Binde gießt.When Frau Meier started to talk about her new neighbor, Herr Schmidt interrupted her to tell her that the new guy often got wasted.
Beispiel 2:
Als Corinna bei ihrer Ankunft auf der Party realisierte, dass alle anderen sich schon längst einen hinter die Binde gekippt hatten und gut am Feiern waren, entschloss sie sich, erst mal in der Küche einen Longdrink zu genießen.When Corinna arrived at the party and realized that everyone else was already tipsy and seriously partying, she decided to head into the kitchen to enjoy a long drink.