Deutschland schaltet die letzten Kernkraftwerke ab
Nach dem Unfall in Fukushima hatte sich Deutschland verpflichtet, alle Reaktoren bis Ende 2022 abzuschalten. Doch durch die Energiekrise und die Abhängigkeit von russischem Erdgas mussten die Pläne geändert werden. Die Regierung beschloss, drei Kernkraftwerke bis April 2023 für Notfälle offen zu halten.
Am Wochenende wurden diese letzten Kernkraftwerke nun geschlossen.
Aber ist die Debatte wirklich vorbei?
Erst am vergangenen Mittwoch gab es einen Antrag, den Ausstieg aus der Kernenergie zu verschieben. Er kam von der Opposition und sogar von einigen Mitgliedern der Regierungskoalition von Bundeskanzler Olaf Scholz.
War der Ausstieg angesichts der Klimakrise eine gute Idee? Schließlich ist Kernenergie eine der Quellen für kohlenstoffarmen Strom. Die Energieleistung der letzten drei Kraftwerke betrug rund vier Gigawatt. Das entspricht der Leistung von 1.000 Windkraftanlagen.
Die Zeit wird es zeigen. Aber eines ist klar. Deutschland ist auf dem Weg in eine neue Ära der Energieproduktion.