Wird sich Blaise Pascal im Grab umdrehen?
In Frankreich wurde letzte Woche inmitten einer zunehmenden Debatte um den heimlichen Einsatz von KI in der Literaturwelt ein neuer Literaturpreis ins Leben gerufen: der Prix Pascal de Littérature IA. Die Kontroverse hatte sich zugespitzt, nachdem einem kanadisch-haitianischen Autor vorgeworfen wurde, seinen Roman mithilfe von KI verfasst zu haben. Obwohl er den Vorwurf zurückwies, bestätigte sein Verleger später den Einsatz von KI und beendete die Zusammenarbeit mit ihm.
Im Gegensatz zu traditionellen Literaturwettbewerben fördert der Prix Pascal offen die Nutzung von KI beim Schreiben. Von den Teilnehmern wird lediglich verlangt, dass sie neben ihren Manuskripten auch technische Unterlagen einreichen, in denen die verwendeten KI-Tools, einschließlich der Sprachmodelle, beschrieben werden. Die Organisatoren fordern vollständige Transparenz. Alle französischsprachigen Autoren weltweit sind zur Teilnahme eingeladen.
Der von Technologieunternehmern ins Leben gerufene Preis ist nicht mit einem Geldpreis dotiert, sondern verspricht lediglich Unterstützung bei der Veröffentlichung. Der Preis hat Kontroversen ausgelöst, da es in Frankreich bislang keine gesetzlichen Regelungen zur Urhebers