Das spanische Kulturministerium richtet ein Sonderreferat zur Bekämpfung von geschlechtsbezogener Gewalt ein
In der vergangenen Woche kündigte das spanische Kulturministerium die Einrichtung eines Referats zur „Sensibilisierung und Prävention von sexistischer Gewalt im Kulturbereich“ an. Diese Entscheidung folgte auf wochenlange Unruhen in der spanischen Filmindustrie, die durch Vorwürfe sexueller Gewalt gegen den spanischen Filmemacher Carlos Vermut ausgelöst wurden.
Laut einem von der Zeitung El País veröffentlichten Artikel hatte Vermut seinen Ruhm und seine Stellung in der Filmbranche ausgenutzt, um mit drei Frauen ohne deren Einwilligung sexuelle Beziehungen einzugehen. Eine der Frauen beschuldigte den spanischen Regisseur, sie gewürgt zu haben. Erst später wurde ihr klar, dass sie sexuell missbraucht worden war.
Der spanische Kulturminister erklärte, dass das neue Referat „jede Meldung von sexuellem Missbrauch oder von jeglicher Form von männlicher Gewalt unterstützen wird“. Es soll Opfern von geschlechtsbezogener Gewalt im Kulturbereich helfen und bestehende Probleme aufdecken. Weitere Einzelheiten, wie zum Beispiel das Budget des Referats oder dessen Besetzung, wurden noch nicht bekannt gegeben.