Steht die Karibik vor einer extremen Korallenbleiche?
Die Zeitung The Guardian hat vor kurzem einen ausführlichen Bericht über das Bleichen von Korallenriffen veröffentlicht. Der Zeitung zufolge bleichen und sterben die Korallen in Zentralamerika und der Karibik aufgrund von Hitzestress in einem noch nie dagewesenen Ausmaß.
Korallenriffe machen nur 0,1 % des Meeresgrundes aus, beheimaten jedoch mehr als ein Viertel aller Meeresbewohner der Welt. Sie gelten als eines der anfälligsten Ökosysteme für globale Erwärmung. Obwohl sich Korallen von der Bleiche erholen können, sind sie in den Folgejahren anfälliger für Krankheiten und wachsen langsamer.
Der Hitzestress von Korallen wird in der Maßeinheit Degree Heating Week (DHW) gemessen. Wenn die Temperaturen in einem Riff beispielsweise zwei Wochen um 1°C über dem durchschnittlichen Höchstwert liegen, spricht man von 2 DHW (2 Wochen mal 1 Grad). Nach 8 DHW Hitzestress kommt es zu einer schweren Bleiche, die mit einem Risiko des Absterbens verbunden ist. Aktuelle Daten zeigen, dass einige Korallenriffe in Florida bereits 15 DHW Hitzestress erlitten haben.