Skandal um Disqualifikationen bei Olympia-Premiere des Mixed-Springens
17 February 2022
By Ailura, CC BY-SA 3.0 AT, CC BY-SA 3.0 at, Link
| Jana: | Chaotische Bilder bei den Olympischen Spielen in Peking! Es handelte sich um das erste Mixed-Springen bei den Olympischen Spielen überhaupt. Bisher gab es dieses Event nur bei fünf Weltmeisterschaften seit 2013, von denen Deutschland übrigens vier gewonnen hat. Also, man kann sagen, die Deutschen waren die haushohen Favoriten, mit Österreich, Japan, Norwegen und vielleicht noch Slowenien. Insgesamt wurden die Sprünge von fünf Athletinnen wegen angeblich zu großer Anzüge disqualifiziert, unter ihnen die Deutsche Katharina Althaus, die Japanerin Sara Takanashi, zwei Norwegerinnen und eine Österreicherin. Das führte dazu, dass die Deutschen als Neunte aus dem Wettbewerb herausfielen. Takanashi hatte einen Super-Sprung hingelegt, und als dieser disqualifiziert wurde und damit die Goldhoffnungen Japans zerstört waren, fiel die Japanerin in sich zusammen. |
| Michael: | Das habe ich gesehen. Die Zuschauer wurden Zeugen, wie Takanashi, völlig aufgelöst, praktisch aus der Anlage getragen werden musste. |
| Jana: | Ja. Später konnte sie nochmal springen, aber sie legte natürlich einen miserablen Sprung hin. Es war so tragisch. Erneut wurde ihre Hoffnung auf Gold zerstört. Japan wurde am Ende noch Vierter, Österreich wurde Sechster und Norwegen Achter. Das Event wurde völlig zerstört. 16 Athleten wurden um ihre Träume und den Lohn für vier Jahre harte Arbeit gebracht, und die Wut über die willkürliche Entscheidung kochte dementsprechend hoch. Am Ende siegte Slowenien, vor Russland und Kanada. Wie sieht es aus mit den zu großen Anzügen, Michael? |