Kritik am Pferdesport
3 March 2022
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| Michael: | Spätestens seit dem Vorfall beim Olympischen Fünfkampf, bei dem eine deutsche Reiterin heulend ihr zugelostes Pferd schlug, steht der Pferdesport zumindest in Deutschland in der Kritik. Im norddeutschen Bundesland Niedersachsen wurde nun die Vielseitigkeitsreiterin Julia Krajewski zur dortigen Sportlerin des Jahres gewählt. Zu verdanken hat sie ihre Nominierung und den Titel ihrem Erfolg bei den Olympischen Spielen in Tokio 2020, bei denen sie die Goldmedaille gewann. Schon die Nominierung zur Sportlerin des Jahres sei ein Fehler gewesen. Tierschutz sei hier offenbar egal gewesen. Das schreibt die „taz“ im Artikel „Auf dem Rücken der Tiere“ vom 23. Februar. Vielseitigkeitsreiten sei zwar kein Fünfkampf, doch das Verletzungsrisiko für Mensch und Tier sei hoch. Und wenn sich ein Tier dabei verletzt, bedeute das in vielen Fällen den Tod, denn dann muss es eingeschläfert werden. |
| Jana: | Eine oft erwähnte Kritik am Fünfkampf ist, dass die Reiterinnen und Reiter auf Pferden reiten müssen, die ihnen per Los zugeteilt werden. |
| Michael: | Wieso ist das nicht gut? |
| Jana: | Weil man im Pferdesport eng mit dem Tier zusammenarbeitet und über Jahre hinweg eine Beziehung aufbaut. Nur so können beide Vertrauen aufbauen. Beim Fünfkampf kennen sich Mensch und Tier im Prinzip gar nicht. |