Sexismus-Vorwurf bei den Salzburger Festspielen
12 August 2021
| Robin: | Bei den diesjährigen Salzburger Festspielen hat es einen Sexismus-Vorwurf gegeben. Die Schauspielerin Verena Altenberger hat sich über einen Kritiker beschwert. In einem Interview sagte sie, er hätte ihr vorgeworfen, dass sie einen zu kleinen Busen habe. Es sei eine Abwertung, wenn man sie als Frau sexualisiere und nach Äußerlichkeiten beurteile. Altenberger spielt im österreichischen Salzburg beim Stück „Jedermann“ die Rolle der Buhlschaft. Sie hätte kaum Buhlschaftsbusen und noch weniger Haar, schreibt der Journalist Manuel Brug. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ verteidigt den Kritiker. Im Artikel „Der Busen der Buhlschaft“ vom 4. August schreibt die Zeitung, Brug hätte Altenberger gar nicht beurteilt. Seine Schilderung sei nur eine Beschreibung gewesen. Er habe über die Typveränderung der Frau in dieser Rolle geschrieben. Die Figur der Buhlschaft gerät trotz nur weniger Verse in diesem Stück jedes Jahr ins Zentrum der Berichterstattung. |
| Diana: | Wieso wurde denn geschrieben, dass die Buhlschaft nicht nur kaum Busen, sondern noch weniger Haar hat? |
| Robin: | Das liegt wohl am Kurzhaarschnitt der Schauspielerin. |
| Diana: | Ich finde es grenzwertig, dass der Journalist über den Brustumfang der Schauspielerin schreibt. Es ist egal, ob er ihn bewertet oder nur beschreibt. Es ist ein persönliches Thema, das nicht in die Öffentlichkeit gehört. |