CureVac-Eigner Hopp sagt, Massenversuche mit Corona-Impfstoff könnten im Herbst beginnen
2 April 2020
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| Jana: | Endlich gibt es mal gute Nachrichten im Kampf gegen das neuartige Coronavirus! Die Firma CureVac in Tübingen arbeitet seit Januar an einem Impfstoff gegen das Virus. CureVacs Hauptaktionär ist SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp. Der Ansatz der Firma gibt vielen Experten große Hoffnung. Der Impfstoff soll dem Körper einen genetischen Bauplan für ein Eiweiß des Virus liefern und so eine Immunreaktion auslösen. Die so gebildeten Antikörper sollen dann das Virus abwehren. Das ist eine gute Idee. Ob sie funktioniert, weiß leider immer noch keiner. Hopp sagte neulich in einem Interview mit Sport1, dass ein Impfstoff für einen Massenversuch mit zehntausenden Teilnehmern im idealen Fall bereits im Herbst starten könnte. Er sagte aber, dass das nicht alleine von CureVac abhängt. Die Firma arbeitet mit dem Paul-Ehrlich-Institut zusammen, das sich um die allgemeine Sicherheit kümmert und dem Gesundheitsministerium unterliegt. |
| Michael: | Da sehe ich die Schwierigkeiten. Zulassungen dauern in Deutschland eine Ewigkeit, während andere Länder diese Situation als Notfall sehen und viele Schritte, wie zum Beispiel Tierversuche, schlicht überspringen. |
| Jana: | … was unglaublich gefährlich ist. Ein Impfstoff, der nicht funktioniert, kann unglaublichen Schaden anrichten, wenn man sich einfach darauf verlässt. Oder andere schwere unvorhergesehene Konsequenzen haben. Aber die Firma CureVac hat die Aufmerksamkeit der USA auf sich gezogen. Nach einem Artikel in der Zeitung „Die Welt“ vom 15.3. 2020 soll Präsident Trump versucht haben, die Firma für 1 Milliarde US-Dollar zu kaufen, um sich die exklusiven Rechte an dem Impfstoff zu sichern. Das hat einen riesigen Aufruhr in Deutschland ausgelöst. Sogar der Bundestag hat sich mit der Sache befasst. Insbesondere die Behauptung der „Welt“, dass die USA alle anderen Länder von der Nutzung des Impfstoffes ausschließen wollten, hatte heftige Reaktionen ausgelöst. Gott sei Dank hat Hopp in dem Interview klargestellt, dass das Angebot für ihn nie in Frage kam. Hast du eine Reaktion zu der Story, Michael? |