Selbstloses Verhalten bei Papageien
Laut einer am 9. Januar 2020 in der Zeitschrift Current Biology veröffentlichten Studie hat ein Forscherteam des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Starnberg gezeigt, dass sich afrikanische Graupapageien „selbstlos“ verhalten können. Einem anderen Artgenossen zu helfen, ein bestimmtes Ziel zu erreichen, wird als „instrumentelle Hilfe“ bezeichnet. Dieses Verhalten wurde bisher nur bei Menschen, Orang-Utans und Bonobos dokumentiert.
In dem Experiment mit acht afrikanischen Graupapageien und sechs Blaukopfaras lernten die Vögel zunächst, Wertmarken gegen eine Leckerei einzutauschen. Das geschah durch eine Öffnung in ihrem Käfig. In der zweiten Phase der Studie sollten die Vögel die Wertmarke nun an einen Vogel ihrer Art in einem benachbarten Käfig weitergeben, der diese wiederum durch ein Fenster an eine Forscherin weitergeben und gegen eine Nascherei eintauschen konnte, ohne dass der erste Vogel davon profitierte. Der afrikanische Graupapagei war wesentlich kooperativer und selbstloser als der Blaukopfara. Daraus schlussfolgerten die Forscher, dass dieses Verhalten möglicherweise mit den unterschiedlichen Sozialstrukturen der beiden Arten in Verbindung steht. Die Forscher konnt