„Fake News“ im Rampenlicht – weit verbreitete Manipulation durch deutschen Reporter
Das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel gab am vergangenen Mittwoch die Entlassung eines preisgekrönten Reporters bekannt, der Artikel „im großen Stil“ gefälscht hat. Der 33-jährige Claas Relotius gab zu, Zitate, Details und sogar Protagonisten in zumindest 14 Artikeln gefälscht zu haben. Es handelt sich um den größten Journalismus-Skandal in Deutschland seit 35 Jahren, als ein anderes Nachrichtenmagazin gefälschte Hitler-Tagebücher veröffentlicht hatte.
Die Fabrikationen wurden entdeckt, nachdem ein anderer Reporter Details eines Artikels recherchiert hatte, den Relotius über die Grenze zwischen den USA und Mexiko geschrieben hatte und der vor kurzem veröffentlicht wurde. Einige der früheren gefälschten Artikel von Relotius waren entweder für Journalistenpreise nominiert oder sogar mit Preisen ausgezeichnet worden. Relotius hat diese Preise inzwischen zurückgegeben. Der Spiegel entschuldigte sich bei seinen Lesern und bezeichnete den Vorfall als „einen Tiefpunkt in [unserer] 70-jährigen Geschichte“. Letztes Wochenende veröffentlichte das Nachrichtenmagazin einen 23-seitigen Sonderbericht über die Täuschung.
Rechtsextreme Aktivisten sehen den Vorfall als Beweis dafür, dass den