Auf künstlicher Intelligenz basierender Lügendetektor soll an EU-Grenzen eingesetzt werden
An vier hochfrequentierten europäischen Grenzübergängen soll demnächst ein Lügendetektionssystem getestet werden. Ein computergenerierter „Grenzbeamter“ stellt Fragen und analysiert Gesichtsausdrücke, um Personen zu identifizieren, die versuchen, über Ungarn, Griechenland oder Lettland illegal in die EU einzureisen.
Das System ist Teil eines sechsmonatigen Pilotprojekts, das von der ungarischen Nationalpolizei geleitet wird. Der virtuelle Grenzschutzbeamte wird an das Geschlecht, die ethnische Herkunft und die Sprache jedes Reisenden angepasst. Er wird so programmiert, dass er bestimmte Fragen stellen kann, z. B. was sich im Gepäck der Reisenden befindet und was der Zweck ihrer Reise ist. Das System analysiert die Mikroexpressionen der Menschen – das sind flüchtige, unwillkürliche Gesichtsausdrücke –, um zu sehen, ob sie die Wahrheit sagen. Es überprüft auch offizielle Dokumente wie Reisepässe, Visa und Nachweise über finanzielle Mittel.
Das Projekt wurde von Psychologen und Datenwissenschaftlern kritisiert. Diese geben zu bedenken, dass nonverbale Signale wie Mikroexpressionen beim Erkennen von Lügen nicht zuverlässig sind. Die Forscher hinter diesem auf künstlicher Intelligenz ba