Goldene Palme in Cannes für den japanischen Regisseur Hirokazu Kore-eda
Der japanische Regisseur Hirokazu Kore-eda wurde bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes am vergangenen Samstag für seinen Film „Shoplifters“, in dem es um eine Familie von Dieben am Rande der Gesellschaft geht, mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. Der zweite Preis, der Große Preis der Jury, ging an den amerikanischen Regisseur Spike Lee für seinen Film „BlacKkKlansman“ über einen schwarzen Detektiv, der in den 70er Jahren den Ku Klux Klan infiltriert hat.
Der Preis der Jury — der dritte Preis der Festspiele — ging an die libanesische Regisseurin Nadine Labaki für ihren Film „Capharnaüm“. Der polnische Filmemacher Paweł Pawlikowski erhielt den Regiepreis für seinen Film „Cold War“.
Die #MeToo-Bewegung spielte bei der diesjährigen Preisverleihung eine große Rolle. Zu Beginn der Festspiele versammelten sich 82 Frauen auf dem roten Teppich, um auf die Ungleichheit der Geschlechter in der Branche aufmerksam zu machen. In der 71-jährigen Geschichte der Festspiele wurden insgesamt nur 82 Filme von Regisseurinnen gezeigt, verglichen mit 1.645 Filmen von männlichen Regisseuren.