Bahnbrechende Studie — Wissenschaftler entfernen gefährliche genetische Mutation
Forscher haben Gene in menschlichen Embryos verändert und eine potenziell tödliche Mutation erfolgreich entfernt. Das berichtete die Fachzeitschrift Nature am vergangenen Mittwoch. Dieser Durchbruch könnte bedeuten, dass das sogenannte „Gene Editing“ Menschen eines Tages vor einer Reihe von Erbkrankheiten schützen könnte.
Ein Team aus US-amerikanischen, koreanischen und chinesischen Wissenschaftlern reparierte einen Gendefekt, der in ansonsten gesunden jungen Menschen zu Herzversagen führen kann. Die Forscher glauben, dass ihre Methode jedoch auch auf andere Krankheiten angewendet werden könnte, wie Mukoviszidose und bestimmte, genetisch bedingte Brustkrebsarten. Die CRISPR-Cas9-Methode funktioniert wie eine molekulare Schere und schneidet die mutierte DNA aus. Wenn aus den „reparierten“ Embryos Babys werden, sind diese gesund und ihr späterer Nachwuchs ist es ebenfalls.
Die Forscher hoffen, dass klinische Studien beginnen können, sobald sie die Methode optimiert haben und zeigen konnten, dass sie auch auf andere genetische Mutationen anwendbar ist. Es ist unklar, wo diese Studien stattfinden würden, da klinische Studien an veränderten Embryos in den USA verboten sind.