Der Spiegel entfernt antisemitischen Titel aus seiner Bestseller-Liste
Das einflussreiche deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel entfernte in der letzten Woche ein umstrittenes Buch aus seiner Bestseller-Liste und nannte das Werk „rechtsradikal, antisemitisch und geschichtsrevisionistisch“. Die stellvertretende Chefredakteurin des Magazins erklärte, Der Spiegel wolle dem Buch, das momentan auf Platz Eins der deutschen Amazon-Liste liegt, nicht noch mehr Öffentlichkeit geben.
Finis Germania („Das Ende Deutschlands“), ein Buch des verstorbenen Historikers Rolf Peter Sieferle, ist eine Sammlung von Essays mit Betrachtungen zum Umgang Deutschlands mit dem Holocaust. Kritiker sagen, dass das Buch, dessen Herausgeber für rechtsextreme Publikationen bekannt ist, den Holocaust bagatellisiere und alte antisemitische Vorstellungen wiederaufleben lasse. Vorletzte Woche erreichte das Buch den sechsten Platz auf der Spiegel-Bestseller-Liste.
Finis Germania wurde im Juni ein Bestseller, nachdem das Buch auf der angesehenen Liste der „Sachbücher des Monats“ erschienen war. Die Gruppe English PEN, die sich der Meinungsfreiheit verschrieben hat, kritisierte die Entscheidung des Spiegels, das Buch von der Bestseller-Liste zu entfernen. Sie erklärte: „Zensur ist