Individuell erforderlicher Körperabstand variiert stark zwischen verschiedenen Ländern
Ein internationales Forscherteam hat gezeigt, dass der Körperabstand, der als angemessen angesehen wird, zwischen einzelnen Ländern stark variiert. Die in diesem Frühjahr in der Fachzeitschrift Journal of Cross-Cultural Psychology veröffentlichte Studie fand zwar keine klaren Muster, die diese Unterschiede erklären könnten; die Forscher glauben aber, dass manche der Unterschiede klimabedingt sind.
Die Wissenschaftler befragten fast 9.000 Personen in 42 Ländern. Sie zeigten den Studienteilnehmern eine Abbildung mit zwei Personen, die in einem Abstand von etwa zwei Metern standen. Die Probanden wurden dann gefragt, wie nahe ihnen ein guter Freund, ein Bekannter oder eine fremde Person kommen kann, ohne dass sie sich unwohl fühlen. Rumänen und Bulgaren gaben bei fremden Personen den größten Abstand an; Argentinier und Peruaner benötigten den geringsten Abstand. Saudi-Araber brauchten bei engen Freunden den größten Abstand; Norweger, Argentinier und Ukrainer den geringsten.
Die Wissenschaftler fanden außerdem einige Gemeinsamkeiten zwischen den Ländern. So wünschen Frauen zum Beispiel generell einen größeren Körperabstand von fremden Personen als Männer. Sie stellten außerdem fes