| Jana: | In Deutschland gibt es viele Leute, die gerne gärtnern. Wer auf dem Land lebt, wohnt meistens in einem Haus mit einem großen Garten, aber in der Stadt sieht es oft anders aus. Trotzdem haben Städter die Möglichkeit, dem Lieblingshobby der Deutschen nachzugehen. Die Lösung ist der sogenannte Schrebergarten. |
| Michael: | Schrebergärten sind der Inbegriff von Spießigkeit. Ich würde mir niemals einen zulegen, sondern lieber aufs Gärtnern verzichten. |
| Jana: | Jetzt mach’ mal halblang. Wo kommt denn deine Abneigung her? Ich hätte sehr gerne einen Schrebergarten, oder zumindest die Aussicht, dass ich in nicht allzu ferner Zukunft einen bekommen könnte. |
| Michael: | Wieso? Schrebergärten gibt es doch wie Sand am Meer in Deutschland. Da wird sich schon noch einer für dich finden. |
| Jana: | So einfach ist es leider nicht. In Berlin stehen ungefähr 15.000 Menschen auf der Warteliste, und es kann bis zu 12 Jahre dauern, bis endlich ein Garten frei wird. |
| Michael: | Und das obwohl sich die Gärten fast immer an eher unvorteilhaften Orten befinden, zum Beispiel entlang von Bahnschienen oder an einer Autobahn? Ich habe mich oft gefragt, warum man sie nicht in schöneren Gegenden plant, sondern immer auf Landstrichen, die für nichts anderes zu gebrauchen sind. |