| Jana: | Wenn man durch den Osten Deutschlands fährt, wird einem ein gewisser Gebäudestil sowohl in den Städten, als auch in ländlichen Regionen auffallen – der sogenannte Plattenbau. Eigentlich stammen diese Wohngebäude nach Einheitsbausystem aus der ehemaligen Sowjetunion. Doch in den 1970er Jahren wuchsen sie auch in der ehemaligen DDR überall empor. Heutzutage wirken sie trostlos. Früher konnte man sich glücklich schätzen, falls man eine Wohnung in einem dieser neu gebauten Häuser bekommen konnte. |
| Sabine: | Ich grusele mich immer, wenn ich an diesen riesigen Wohnklötzen vorbeifahre. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es früher einmal erstrebenswert war, dort zu wohnen. |
| Jana: | Die „Platte“ ist leider aus der Mode, sodass hier jetzt eher Menschen mit niedrigen Einkommen wohnen, die wohl der Unterschicht zuzuordnen sind. |
| Sabine: | Wieso leider aus der Mode? |
| Jana: | Wenn man die Sache nüchtern betrachtet, bietet der Plattenbau vieles, was man heutzutage vom modernen städtischen Wohnen fordert. Es gibt viel Wohnraum auf wenig Platz, eine hohe Energieeffizienz, niedrige Mieten und eine potentielle Gemeinschaft. |