Frankreich verweigert US-Botschafter Zugang zu Regierungsministern
Frankreich will US-Botschafter Charles Kushner den direkten Zugang zu Regierungsministern verweigern, nachdem er nicht zu einer Vorladung des französischen Außenministeriums erschienen war. Kushner war vorgeladen worden, um umstrittene Äußerungen der Trump-Regierung zum Tod des rechtsextremen Aktivisten Quentin Deranque zu erklären.
Der 23-jährige Deranque war nach Zusammenstößen zwischen linksextremen und rechtsextremen Demonstranten bei einer Protestkundgebung Mitte Februar in Lyon an seinen Kopfverletzungen gestorben. Das US-Außenministerium brachte seinen Tod mit radikalen Linksextremisten in Verbindung. Als Reaktion darauf kritisierte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot die USA dafür, sich in die französische Innenpolitik einzumischen und die Tragödie für politische Zwecke zu instrumentalisieren.
Charles Kushner ist der Vater von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner. 2005 bekannte er sich in 18 Fällen illegaler Wahlkampfspenden, Steuerhinterziehung und Zeugenbeeinflussung schuldig. Kushner verbrachte 14 Monate in einem Bundesgefängnis in Alabama und wurde 2020 von Donald Trump begnadigt. 2025 wurde er Botschafter in Frankreich.