Berlin und seine gemeinen Hausnummern
7 November 2024
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| Michael: | Wer heutzutage ein bestimmtes Haus in einer Stadt sucht, kann sich einfach zuerst am Straßennamen und dann an den Hausnummern orientieren. So ist eine Adresse schnell ausfindig zu machen. Doch Hausnummern wurden in europäischen Städten erst im 18. Jahrhundert eingeführt. Berlin wäre in dieser Hinsicht das Schlusslicht gewesen, schreibt die „BZ“ aus Berlin im Artikel „Hausnummern in Berlin sind eine fiese Nummer“ vom 19. Oktober. Denn viele Menschen befürchteten durch diese behördliche Maßnahme einen Eingriff in die Privatsphäre. Als System für die Nummerierung wählte man in Berlin und Preußen die sogenannte „Hufeisennummerierung“. Ab 1929 wurde wechselseitig nummeriert. Bis heute bestünden beide Systeme nebeneinander, sodass man wirklich ein Navi brauche, wenn man Berlin besucht. |
| Jana: | Ich finde das gar nicht so schwierig. Man kann schnell erkennen, welches System Anwendung findet, wenn man Bescheid weiß. Und da es nur zwei gibt, ist die Sache eindeutig. |
| Michael: | Was bedeutet denn „Hufeisennummerierung“? |
| Jana: | Die Hausnummern verlaufen wie ein Hufeisen. Man beginnt die Nummerierung beim ersten Haus auf einer Straßenseite. Dann geht man auf dieser Seite Haus für Haus weiter, bis zum letzten in der Straße. Dann wechselt man die Straßenseite und geht die Straße wieder zurück, zählt aber weiter. |