Pergamonmuseum: Deutschlands nächste Skandalbaustelle
5 September 2024
In Green / Shutterstock
| Jana: | Wer erinnert sich noch an den Masterplan Museumsinsel, den Bundeskanzler Schröder 1999 als sogenanntes „Geschenk an die Nation“ ins Leben gerufen hatte? Tja, es sieht so aus, als würde dieses Geschenk mehr und mehr zum Alptraum werden. Also, die Restauration des weltberühmten Pergamonmuseums sollte damals fünf Jahre dauern und 500 Millionen kosten, damals noch D-Mark. Des Weiteren sollten die vier anderen Museen auf der Insel in weiteren fünf Jahren restauriert werden, was insgesamt zwei Milliarden D-Mark kosten sollte. Tja … |
| Michael: | Haha! |
| Jana: | Was ist seither passiert, Michael? Und jetzt lach’ nicht! |
| Michael: | Ich kann nichts dafür. Es ist komisch. Im Jahre 2000 gewann der Kölner Architekt Oswald Mathias Ungers den Architekturwettbewerb für die geplanten Arbeiten. Die Arbeiten sollten 2010 fertig sein. |
| Jana: | Ja! 2010 kam und die Arbeiten hatten nicht einmal angefangen. 2019 gab es das Richtfest für den ersten Bauabschnitt. 2023 wurde das Museum für die Sanierung ganz geschlossen. |
| Michael: | Damals sprach man von 2027 für eine teilweise Wiedereröffnung, und von 2037 als Datum der Fertigstellung. Ha! |
| Jana: | Genau. Und seither kommt eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Gerade hat die Zeitschrift Der Spiegel gemeldet, dass 2037 nicht zu halten sein wird. Mittlerweile wird von 2043 und von Kosten in einer Höhe von 1,5 Milliarden gesprochen. Das wäre eine Bauzeit von 24 Jahren! |