Cannabis-Legalisierung: Kein Ende der Debatte
27 April 2023
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| Michael: | Die Bundesregierung will den Konsum und den Besitz von kleinen Mengen Cannabis legalisieren. Das ist nichts Neues. Darüber wurde ausgiebig diskutiert, und es scheint schon in trockenen Tüchern zu sein. Doch die Debatte ist noch nicht zu Ende. Normalerweise waren Zeitungen, die dem linken politischen Spektrum zuzuordnen sind, eher für die Legalisierung. Doch nun äußert sich die „taz“ mit dem Artikel „Verharmlost das Kiffen nicht“ vom 15. April kritisch gegenüber den Plänen der Regierung. Cannabis-Konsum hätte einen starken Einfluss auf die Entwicklung des jugendlichen Gehirns. Das Risiko, an einer psychischen Störung zu erkranken, könne um ein Vielfaches steigen. Kiffen könne Leben zerstören. Mit einer vollständigen Legalisierung würde man Jugendlichen das Signal senden: Es ist in Ordnung zu kiffen. Daran würde auch eine Präventionskampagne nichts ändern. |
| Jana: | Die Legalisierung wurde doch schon aufgeweicht. Man wird Cannabis nicht einfach in Geschäften kaufen können. Man darf es in kleinen Mengen zum Eigenbedarf selbst anbauen. Im zweiten Schritt soll es eine kontrollierte Abgabe nur an Erwachsene in speziellen Läden geben. |
| Michael: | Aber was soll das bringen? Es ist doch kein Problem für Jugendliche, Cannabis aus diesen Läden über schon volljährige Freunde zu bekommen. |