Verbot von Kinderwerbung für zu Süßes, Fettiges und Salziges geplant
9 March 2023
Jens Rother / Shutterstock
| Jana: | Unser Bundesernährungsminister Cem Özdemir hat einen sehr ambitionierten Gesetzentwurf vorgestellt. Wenn es nach ihm geht, soll Werbung, die an Kinder unter 14 Jahren gerichtet ist und Lebensmittel anpreist, die zu viel Zucker, Fett und Salz enthalten, zwischen 6 Uhr und 23 Uhr nicht mehr gestattet sein. Und zwar würde das für alle Medien gelten: Fernsehen, Radio, Zeitungen, Social Media, Streaming, Influencer, Sponsoring etc. Das gilt auch für Poster in einem 100 Meter-Radius von Schulen, Kitas, Spielplätzen und Freizeiteinrichtungen. Die Nährwertprofile der Weltgesundheitsorganisation sollen hier als Messlatten dienen. Özdemir will dafür sorgen, dass Kinder gesünder aufwachsen können. Nach Einschätzungen von Experten sind 15 Prozent aller Kinder im Alter von 3 bis 17 Jahren übergewichtig. Der Entwurf wurde von weiten Teilen der deutschen Politik begrüßt, wurde aber auch vielerorts ebenso heftig kritisiert. Wie sehr hasst du diesen Plan, Michael? |
| Michael: | Ich halte den Plan genau wie Gitta Connemann von der CDU für „Bevormundung pur“. Ich kann dir nicht sagen, wie sehr es mich aneckt, dass der Staat jeden Tag härtere Regeln erlässt, wie wir zu wohnen haben, wie wir zu heizen haben und was wir essen dürfen. Die Angelsachsen nennen dieses Konzept den Nanny-Staat und wir laufen mit Volldampf darauf zu. |