Im Westen nichts Neues für neun Oscars nominiert
2 February 2023
By H.-P.Haack - Foto H.-P.Haack. Sammlung H.-P.Haack → Antiquariat Dr. Haack Leipzig. → Privatbesitz., CC BY 3.0, Link
| Jana: | Wir können heute eine Sensation für den deutschen Film feiern. Zum ersten Mal in der Geschichte ist ein deutscher Film in der Hauptkategorie „Bester Film“ bei den Oscars nominiert. Es waren zwar bereits recht viele deutsche Filme für einen Oscar nominiert, aber meist als bester fremdsprachiger oder internationaler Film. Es handelt sich um den Film Im Westen nichts Neues von Regisseur Edward Berger, eine Neuverfilmung des berühmten Antikriegs-Buches von Erich Maria Remarque. Neben der Kategorie „Bester Film“ wurde er auch in den Kategorien visuelle Effekte, Kamera, Produktionsdesign, Make Up & Hairstyling, Sounddesign, Filmmusik, adaptiertes Drehbuch und als bester internationaler Film nominiert. Das ist schon eine Menge. Das letzte Mal hatte Das Leben der Anderen im Jahre 2007 einen Oscar als bester fremdsprachiger Film gewonnen. Die letzte Nominierung für einen deutschen Film gab es 2018. Hast du Im Westen nichts Neues gesehen, Michael? |
| Michael: | Ja. |
| Jana: | Und? Hat der Film deiner Meinung nach einen Oscar verdient? |
| Michael: | Nee. Ich muss sagen, es gab bessere deutsche Filme, die in der Kategorie „Bester Film“ hätten gewinnen müssen. Hierzu muss man anmerken, dass die Amerikaner ausländischen Filmen erst seit kurzer Zeit Eintritt in die Hauptkategorie „Bester Film“ gewähren. Früher war es nämlich so, dass ein Film, der nicht Hollywood war, automatisch als ein Film zweiter Klasse galt. Das hat sich erst in den letzten Jahren geändert. |