Der emeritierte Papst Benedikt XVI. stirbt zehn Jahre nach seiner Abdankung
Am 31. Dezember ist der emeritierte Papst Benedikt XVI. im Alter von 95 Jahren in Rom gestorben. Geboren als Joseph Ratzinger, wurde er 1951 zum Priester geweiht und 1977 von Paul VI. zum Kardinal ernannt. Er galt schon lange vor seiner Ernennung zum Papst als ein einflussreicher Mann im Vatikan. 2013 dankte Papst Benedikt als erster Papst seit 600 Jahren ab.
Benedikt war aufgrund seines Alters und aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Er blieb jedoch weiter eine wichtige Figur innerhalb der katholischen Kirche. Er verfasste weiter Predigten, Botschaften und Aufsätze, in denen er seinem Nachfolger, dem liberaleren Papst Franziskus, oft widersprach. Benedikt galt als Anführer des traditionellen und konservativen Flügels des römischen Katholizismus.
Er hinterlässt ein umstrittenes Vermächtnis. Bevor er Papst wurde, leitete Kardinal Ratzinger das mächtige vatikanische Gremium, das auch für Missbrauchsfälle zuständig war. Letztes Jahr wurde er in einem unabhängigen deutschen Gutachten schwer belastet. Ihm wurde vorgeworfen, während seiner Zeit als Erzbischof der Diözese München von 1977 bis 1982 nichts gegen Kleriker unternommen zu haben, die des Kindesmissbrauchs beschuldigt wurd