Forscher analysieren Online-Handel mit Spinnen
Am 19. Mai veröffentlichte die Zeitschrift Communications Biology eine ungewöhnliche Studie über den weitgehend unregulierten Online-Handel mit Spinnen. Die Forscher stellten fest, dass nur zwei Prozent der mehr als 1.200 online zum Verkauf gelisteten Spinnenarten internationalen Handelsbestimmungen unterliegen. Viele der gehandelten Spinnen scheinen nicht in Gefangenschaft gezüchtet worden zu sein. Stattdessen wurden sie in freier Wildbahn gefangen.
Die Forscher analysierten archivierte Online-Angebote für Spinnen, die bis 2002 zurückgingen. Sie stellten fest, dass neue Spinnenarten in Tierhandlungen auftauchten, kurz nachdem sie von Wissenschaftlern erstmals beschrieben worden waren. Fast 200 der erst vor Kurzem entdeckten Arten werden bereits gehandelt. Viele sind schon ein oder zwei Jahre nach ihrer erstmaligen Beschreibung erhältlich.
Der Handel mit Wildtieren gefährdet den Wildtierbestand. Leider konzentrieren sich die Tierschutzbestimmungen und die öffentliche Aufmerksamkeit meist auf beliebte, charismatischere Tiere wie Elefanten, Papageien und Meeresschildkröten.