Vatikan und italienischer Bischof verurteilen simulierte Taufe durch einen Rapper als Gotteslästerung
Am vergangenen Mittwoch verurteilten der Vatikan und der Bischof von San Remo, Antonio Suetta, eine simulierte Taufzeremonie, die vom italienischen Rapper Achille Lauro live auf der Bühne durchgeführt wurde. Sie bezeichneten Lauros Auftritt auf dem italienischen Musikfestival von San Remo als Gotteslästerung. Sie beklagten insbesondere, dass der Auftritt im öffentlichen Fernsehen übertragen wurde.
Der umstrittene Auftritt fand am Eröffnungsabend des jährlichen Musikfestivals statt. Der tätowierte Rapper Achille Lauro, der mit freiem Oberkörper und barfuß auftrat, wurde von Sängern des Harlem Gospel Choir begleitet. Am Ende seines Auftritts kniete er nieder, faltete die Hände wie zum Gebet und goss sich Wasser aus einer Schale über seine Stirn.
San Remo ist ein beliebtes jährliches Musikfestival, das jeden Winter eine Woche lang das italienische Fernsehen beherrscht. Der Eurovision Song Contest soll von San Remo inspiriert worden sein. Das Festival ist vor allem für den Beginn der Karriere von Andrea Boccelli und für „Volare“ – einen der berühmtesten Hits Italiens – bekannt.