Der Prozess um den berüchtigten Dresdner Juwelenraub beginnt
In Deutschland hat der Prozess gegen die Verdächtigen im berüchtigten Dresdner Juwelenraub von 2019 begonnen. Den Angeklagten wird vorgeworfen, Schätze aus dem 18. Jahrhundert aus dem Grünen Gewölbe in Dresden gestohlen zu haben. Bei dem Raub sollen 21 Schmuckstücke gestohlen worden sein, darunter insgesamt 4.300 Edelsteine im Wert von mehr als 114 Millionen Euro.
Das Grüne Gewölbe ist eines der ältesten Museen der Welt. Es beherbergt die Schatzkammer von August dem Starken, dem Kurfürsten von Sachsen und späteren König von Polen. Die Sammlung enthält rund 4.000 Objekte aus Gold und Edelsteinen. August der Starke stand in einer erbitterten Rivalität mit dem französischen König Ludwig XIV, die sich auch auf ihre Sammlungen von kostbaren Juwelen erstreckte.
Die gestohlenen Juwelen wurden nie gefunden. Marion Ackermann, die Direktorin der Staatlichen Kunstsammlung Dresden, weigerte sich, einen Preis für die gestohlenen Objekte zu nennen. Sie bezeichnete sie als „unbezahlbar“. Zwei der Verdächtigen in diesem Prozess waren bereits für den Diebstahl einer 100 Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum im Jahr 2017 verurteilt worden.