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Deutschland im „harten Lockdown“

24 December 2020
Deutschland im „harten Lockdown“
Ilari Nackel / Shutterstock.com

Jana: Seit letzter Woche Mittwoch gibt es in ganz Deutschland einen sogenannten „harten Lockdown“ bis mindestens zum 10. Januar, obwohl es für das Weihnachtsfest Ausnahmen geben wird. Natürlich sind die Regeln mal wieder nicht einheitlich. Manche Bundesländer haben härtere Regeln, manche bleiben unter dem bundesdeutschen Durchschnitt. Schulen und Kitas sind nun mit wenigen Ausnahmen geschlossen. Unternehmen sollen Betriebsferien ausrufen oder das Homeoffice ermöglichen, damit Menschen zu Hause bleiben können. Restaurants und Cafés bleiben zu, können aber Essen außer Haus verkaufen, das aber nicht vor dem Restaurant gegessen werden darf. Von nicht zwingend notwendigen Reisen wird abgeraten. Der Einzelhandel ist in weiten Teilen zu.
Michael: Ich glaube, der größte Teil des Einzelhandels bleibt offen. Da musst du schon lange suchen, bis du ein Geschäft findest, das nicht unter eine Ausnahme fällt.
Jana: Geschlossen sind Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios oder ähnliches, Kaufhäuser und so Sachen wie Klamotten- Möbel- oder Schuhgeschäfte. Aber ich weiß, was du meinst. Ich habe ungefähr 20 Branchen gezählt, die als notwendig gelten. So zum Beispiel Reinigungen und auch Weihnachtsbaumstände. Private Treffen sind auch weiterhin auf zwei Haushalte und maximal fünf Personen beschränkt. Kinder unter 14 werden hier nicht mitgezählt. Für das Weihnachtsfest wird das alles dann zwischen dem 24. und dem 26. Dezember aufgeweicht. Dann darf es vier weitere Personen geben, allerdings müssen die auch zum direkten Familienkreis gehören. Die Bundesregierung folgt hier anscheinend noch der Definition der “Familie” aus den 50iger Jahren. Sylvester gibt es dann das Böllerverbot. Viele Bundesländer haben darüber hinaus eine nächtliche Ausgangssperre – in Bayern gilt diese auch tagsüber – die nicht ohne einen triftigen Grund gebrochen werden kann. Bei Verstößen gibt es empfindliche Bußgelder. Wird das reichen, Michael?

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