Gestohlenes Klimt-Gemälde entdeckt
Letzten Monat haben Gärtner in der Außenwand einer Galerie in der norditalienischen Stadt Piacenza durch Zufall das Gemälde „Bildnis einer Frau“ von Gustav Klimt gefunden. Das Gemälde war 1997 aus dieser Galerie gestohlen worden und galt als verschollen.
Experten haben die Echtheit des Gemäldes durch den Vergleich von Infrarotbildern mit Bildern, die 1996 gemacht wurden, bestätigt. Das Gemälde wurde in einer schwarzen Plastikmülltüte gefunden und überstand die Zeit in seinem Versteck relativ unbeschadet. Weitere Tests werden zeigen, ob das Gemälde die ganze Zeit dort versteckt war. Das Porträt wurde 1916/17 gemalt und hat einen geschätzten Wert von mindestens 60 Millionen Euro. Das Gemälde wurde gestohlen, als die Galerie eine Sonderausstellung vorbereitete. Der Rahmen des Gemäldes wurde auf dem Dach gefunden und erweckte den falschen Eindruck, dass die Diebe durch ein Oberlicht eingebrochen waren.
Kurz vor dem Diebstahl hatte die Kunststudentin Claudia Maga entdeckt, dass sich unter dem Gemälde ein weiteres Bild befand. Das seit 1912 nicht mehr gesehene „Bildnis eines Mädchens“ war von Klimt übermalt worden.