Hirnabbau bei Langzeitaufenthalt in der Antarktis
In einem Artikel, der am 5. Dezember 2019 im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde, berichtet ein Team deutscher Forscher, dass Teile ihrer Gehirne während eines abgeschiedenen langen Aufenthalts in der Antarktis geschrumpft waren.
Acht Wissenschaftler und ein Koch verbrachten 14 Monate auf der deutschen Forschungsstation Neumayer III. Sie erlebten einen harten Winter mit langen Perioden der Dunkelheit und Temperaturen von bis zu -50 Grad Celsius. Mithilfe von Magnetresonanztomographie machten sie vor ihrer Ankunft und nach der Rückkehr Scans von ihren Hirnen und verglichen diese mit denen einer Kontrollgruppe von gesunden Erwachsenen. Die Scans ergaben, dass der Hippocampus der Hirne um 7 % geschrumpft war. Die Wissenschaftler vermuten, dass die soziale Isolation und die Monotonie der Antarktislandschaft für die Hirnverkleinerung verantwortlich ist. Sie gehen davon aus, dass diese Veränderungen reversibel sind.
Der Hippocampus, ein für das Gedächtnis und das räumliche Denken wichtiger Bereich des Gehirns, gilt als anfällig für Stressoren wie Isolation. Die Bedingungen in einer Polarforschungsstation gleichen den Bedingungen, unter denen der Mensch bei langen Reisen i