Niederländischer Schulspielplatz wegen Lärmbeschwerden geschlossen
Die Stadtverwaltung von Nimwegen, einer Stadt im Südosten der Niederlande, hat die Schließung des Spielplatzes einer Grundschule angeordnet, weil der Geräuschpegel die akzeptablen Grenzen überschreitet. Der Spielplatz muss bis Ende Juli geschlossen werden, ansonsten droht der Schule eine Geldstrafe von 10.000 Euro für jeden Verstoß gegen diese Entscheidung.
In Wohngebieten der Niederlande gilt ein Lärmgrenzwert von 70 Dezibel. Bewohner der neuen Luxuswohnungen in der Nähe der Schule hatten sich darüber beschwert, dass die Kinder auf dem Spielplatz diese Grenze überschritten hätten. Offizielle Geräuschmessungen ergaben Werte von 88 Dezibel. Die Schule hatte bereits zuvor versucht, den Lärmpegel zu senken, indem sie unter anderem die Zeit der Kinder im Freien beschränkte und Musikstunden ins Schulgebäude verlegte. Es gab jedoch nach wie vor Beschwerden.
Die Entscheidung hat öffentliche Empörung ausgelöst. Mehr als 4.000 Menschen haben eine Petition unterschrieben, in der sie die Stadtverwaltung aufforderten, die Entscheidung zur Schließung des 40 Jahre alten Spielplatzes rückgängig zu machen. In der Nähe des Spielplatzes wurden Transparente angebracht, darunter eines mit der Aufschrift