Veränderungen der Erdrotation könnten 2018 mehr schwere Erdbeben verursachen
Eine Verlangsamung der Erdrotation könnte im nächsten Jahr zu einem Anstieg der Anzahl schwerer Erdbeben führen. Das haben die amerikanischen Geologen Roger Bilham und Rebecca Bendick gezeigt. Im vergangenen Monat stellten die beiden Wissenschaftler auf der Jahrestagung der U.S. Geological Society ein Modell vor, das für 2018 aufgrund einer leichten Verlangsamung der Erdrotation eine höhere seismische Aktivität vorhersagt.
Die Wissenschaftler analysierten Erbeben der Stärke 7,0 und höher, die sich seit 1900 ereignet haben. Sie fanden fünf Zeiträume, in denen die Anzahl schwerer Erdbeben deutlich höher war. In diesen fünf Zeiträumen gab es 25 bis 30 starke Erdbeben pro Jahr, verglichen mit einer durchschnittlichen Anzahl von etwa 15. Nach der Untersuchung verschiedener Faktoren, die diese Fluktuationen erklären könnten, wie zum Beispiel Veränderungen der globalen Meeresströmungen, stellten die Forscher fest, dass lediglich Veränderungen der Erdrotationsgeschwindigkeit mit der Zunahme von schweren Erdbeben korrelierten.
Die Wissenschaftler glauben, dass langsamere Rotationsgeschwindigkeiten Veränderungen im Erdkern auslösen könnten, was wiederum zu intensiveren Erdbeben führt. Obwohl