Japan ändert Geschenke für seine Hundertjährigen, um Kosten zu sparen
Die schnell wachsende Zahl frischgebackener Hundertjähriger hat die japanische Regierung dazu veranlasst, das Geschenk zu überdenken, mit dem sie jeden Bürger zu seinem 100. Geburtstag ehrt. Anstatt der bisherigen Sake-Schale aus reinem Silber erhalten die Jubilare jetzt eine preiswertere versilberte Schale.
In diesem Jahr sind es fast 32.000 Japaner, die dieses Geschenk erhalten können. Es wird jedes Jahr im September vergeben. 1963, als das Programm begann, gab es nur 153 Hundertjährige. Heute gibt es mehr als 65.000 insgesamt. 2015 gab die Regierung ungefähr 2 Millionen Dollar für die Schalen aus, von denen jede einzelne einen Wert von etwa 66 Dollar hat. Die versilberten Schalen kosten etwa die Hälfte.
Mehr als ein Viertel der japanischen Bevölkerung ist älter als 65 Jahre alt und dieser Anteil soll bis 2060 auf 40 Prozent steigen. Gleichzeitig hat das Land eine der niedrigsten Geburtenraten in der Welt. Der demografische Wandel strapaziert die Sozialprogramme, wie beispielsweise die medizinische Versorgung und die Renten.