| Jana: | Die deutsche Sprache ist bekanntlich ja eine schwere Sprache. Sogar für Muttersprachler ist der Inhalt von bürokratischen, wissenschaftlichen oder juristischen Texten schwer verständlich. Aus dieser Situation ist die sogenannte „leichte Sprache“ entstanden. Sie richtet sich vor allem an Menschen mit kognitiven Einschränkungen, Lernschwierigkeiten oder geringen Deutschkenntnissen. |
| Michael: | Es ist mir auch schon oft so ergangen, dass ich einen Text mehrmals lesen musste. |
| Jana: | Solche Texte sind mir auch schon begegnet. Ein Stück weit ist das wohl auch normal. Schwierig zu verstehende Gesetzestexte beispielsweise gibt es in jeder Sprache, nicht nur in der deutschen. |
| Michael: | Meinst du, dass ich vielleicht auch ein Kandidat für die leichte Sprache bin? |
| Jana: | Hast du den Inhalt des Textes verstanden, nachdem du ihn ein paar Mal gelesen hast? Oder bist du total aufgeschmissen gewesen und hast auf dem Schlauch gestanden? |
| Michael: | Nein, am Ende habe ich es kapiert. Was ist denn eigentlich die leichte Sprache? |
| Jana: | Für die leichte Sprache gibt es konkrete Regeln. Zum Beispiel werden einfache und kurze Wörter verwendet. Redewendungen oder bildliche Sprache kommen nicht vor, Sätze werden aktiv formuliert und jeder Satz enthält nur eine Information. |