Erste Ergebnisse der Parlamentswahlen in Israel: Kein klarer Sieger
Die Parlamentswahlen in Israel am Dienstag haben kein eindeutiges Ergebnis geliefert. Weder das Likud-Bündnis von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu noch dessen Hauptkonkurrent, die Jaschar-Partei von Gadi Eisenkot, konnten sich eine parlamentarische Mehrheit sichern. Die vorläufigen Ergebnisse deuten darauf hin, dass nun eine Phase intensiver Koalitionsverhandlungen bevorsteht, in der Netanjahu weiter als geschäftsführender Ministerpräsident im Amt bleibt.
Die Reaktionen in Israel und im Westjordanland sind gemischt. Einige hoffen, dass eine neue Regierung langjährige Ungerechtigkeiten beseitigen kann. Andere bleiben skeptisch, dass sich wirklich etwas ändern wird. Die endgültigen Wahlergebnisse werden in den kommenden Tagen erwartet. Ein klares Ergebnis war die hohe Wahlbeteiligung unter arabischen Israelis. Die arabischen Parteien könnten daher eine historische Anzahl an Sitzen in der Knesset gewinnen.
Israels Präsident Isaak Herzog wird nun entscheiden, wen er mit der Regierungsbildung beauftragen wird. Bislang haben sich beide großen Bündnisse geweigert, arabische Parteien in eine künftige Regierung einzubeziehen. Viele Wähler halten eine solche Einbeziehung jedoch für unverzi