Neue Studie: Einfluss der Gehirnstruktur auf politische Überzeugungen
Am 19. September wurde in iScience eine Studie veröffentlicht, in der MRT-Scans von knapp 1.000 niederländischen Teilnehmern analysiert wurden, um den Zusammenhang zwischen Gehirnstruktur und politischer Ideologie zu untersuchen. Ziel der Studie war es, eine kleinere Studie aus dem Jahr 2011 zu wiederholen, in der Unterschiede in den Hirnregionen von Personen mit konservativen und progressiven Ideologien festgestellt wurden.
Im Gegensatz zur ursprünglichen Studie fand die neue Studie keine Anzeichen für einen vergrößerten anterioren cingulären Cortex bei Liberalen. Das ist eine Region der Großhirnrinde, die an der Entscheidungsfindung beteiligt ist. Allerdings wurde bei Konservativen eine etwas größere Amygdala bestätigt, eine Hirnregion, die mit der Wahrnehmung von Bedrohungen in Verbindung steht. Der Größenunterschied betrug jedoch nur ein Drittel des Größenunterschieds, der in der Studie von 2011 beschrieben wurde.
Obwohl diese Ergebnisse unser Verständnis der kognitiven und emotionalen Prozesse verbessern, die politische Ideologien formen, warnen die Forscher davor, die Ergebnisse zu stark zu vereinfachen. Sie betonen, dass politische Überzeugungen durch ein komplexes Zusammenspi