Florida-Holzameisen führen lebensrettende Amputationen an verletzten Artgenossinnen durch
Eine Studie, die am 2. Juli in der Fachzeitschrift Current Biology veröffentlicht wurde, dokumentiert ein bemerkenswertes Verhalten von Holzameisen. Die in Florida beheimateten Ameisen wenden bei verletzten Artgenossinnen eine lebensrettende Strategie an. Sie amputieren verletzte Gliedmaßen, um die Ausbreitung von Infektionen zu verhindern.
Bei anderen Ameisenarten wurde bereits das Sauberlecken von Wunden beobachtet. Diese Studie zeigt jedoch, dass diese Holzameisen über bloße Hygiene hinausgehen. Es ist der erste dokumentierte Fall einer Amputation als Behandlungsmethode bei Tieren. Die Ameisen beurteilen die Art der Verletzung und führen nur bei bestimmten Beinverletzungen Amputationen durch.
Bei Verletzungen des Oberschenkels reinigt eine Ameise die Wunde einer anderen, bevor sie das gesamte verletzte Bein durch Abbeißen amputiert. Bemerkenswerterweise überleben 90 bis 95 % der verletzten Ameisen, die auf diese Weise behandelt werden. Bei Unterschenkelverletzungen wurden keine Amputationen beobachtet. In diesen Fällen wurde die Wunde lediglich durch Sauberlecken gereinigt, wobei die Überlebensrate immer noch bei beachtlichen 75 % lag.