Mehr Unfälle durch Cannabis-Legalisierung?
11 April 2024
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| Michael: | Seit dem 1. April ist der Besitz und Konsum von Cannabis in Deutschland grundsätzlich erlaubt. Im Vorfeld gab es viel Diskussion um dieses Thema. Und auch jetzt – nach dem Inkrafttreten des Gesetzes – gibt es einige Stimmen gegen die Legalisierung. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ behauptet, dass der Gebrauch von Cannabis bagatellisiert würde, und dass sich die Folgen schon bald in der Unfallstatistik niederschlagen würden. Im Artikel „Kein Verlass auf Grenzwerte“ vom 30. März schreibt die konservative Zeitung, dass sich der Wirkungsverlauf von Cannabis von dem von Alkohol unterscheide. Bei Alkohol gilt der Grenzwert von 0,5 Promille im Blut. Wirkliche Sicherheit im Straßenverkehr gäbe es jedoch nur bei 0,0 Promille. Auf Cannabis lasse sich dieses einfache Konzept aber nicht übertragen. |
| Jana: | Ich glaube, es ist ein Trugschluss, dass es ab April auf einmal nennenswert mehr Kiffer in Deutschland geben wird, nur weil Cannabis legal ist. Also sollte es daher auch nicht mehr Unfälle im Straßenverkehr geben. |
| Michael: | Vielleicht gibt es nicht mehr Leute, die kiffen. Aber der Gebrauch von Cannabis ist mit der Legalisierung verharmlost worden. Das steht fest. |
| Jana: | Das wird immer so dargestellt. Aber Fakt ist eher, dass es noch keine Daten darüber gibt. |