Indiens Premierminister weiht Hindu-Tempel ein
Am Montag weihte der indische Premierminister Narendra Modi einen großen Hindu-Tempel in Nordindien ein. Der Tempel ist Rama – oder Ram – gewidmet, einer der zentralen Gottheiten des Hinduismus. Die Zeremonie wird als ein Höhepunkt für Modis hindu-nationalistische Agenda im Vorfeld der Parlamentswahlen im Mai gewertet.
An der Stelle des Tempels befand sich einst eine Moschee aus dem 16. Jahrhundert. Sie wurde 1992 von radikalen Hindus zerstört, was zu schweren Zusammenstößen zwischen Hindus und Muslimen führte. Dabei wurden mehr als 2.000 Menschen getötet, die meisten davon Muslime. Hindu-Nationalisten wollten dort einen Rama-Tempel errichten, da dieser Ort als der Geburtsort von Rama, der siebten Inkarnation von Vishnu, gilt.
Überall im Land und auf der ganzen Welt gab es Feierlichkeiten. So wurde unter anderem ein riesiges Bild von Rama auf einer Projektionsfläche am Times Square gezei