Schleppende und holprige Fortschritte in Richtung einer besseren Integration in Hollywood
Der enorme Erfolg von Greta Gerwigs Film Barbie rückt die Frage der Gleichberechtigung von Frauen und Minderheiten in Hollywood wieder in den Mittelpunkt. Doch obwohl Barbie der kommerziell erfolgreichste Film einer Filmemacherin aller Zeiten ist, zeigen Studien, dass es sich dabei eher um eine Ausnahme handelt und dass die Fortschritte bei der generellen Gleichstellung der Geschlechter auf der Leinwand fast zum Stillstand gekommen sind.
Ein aktueller Bericht der Annenberg Inclusion Initiative an der University of Southern California zeigt, dass das Verhältnis von Männern zu Frauen auf der Leinwand in 1.600 populären Filmen, die zwischen 2007 und 2022 in die Kinos kamen, 2,17 zu 1 war. In den letzten 15 Jahren hat sich wenig geändert. 2019 waren 34 % aller sprechenden Rollen weiblich. Im Jahr 2008 waren es 32,8 %.
Es wurden jedoch auch einige Fortschritte erzielt. Der Anteil der weiblichen Haupt- oder Co-Hauptrollen in den kommerziell erfolgreichsten Filmen stieg von 20 % im Jahr 2007 auf 44 % im Jahr 2022. Auch die Zahl der sprechenden Rollen aus ethnischen Minderheiten hat zugenommen. Insbesondere stieg der Anteil asiatischer Rollen von 3,4 % im Jahr 2007 auf 15,9 % im letzten Jahr