Erste Babys mit Erbgut (DNA) von drei Menschen in Großbritannien geboren
Gemäß dem letzten Bericht von Human Fertilisation and Embryology Authority (HFEA) sind nun bis zu fünf Kinder in Großbritannien durch die Mitochondrial Replacement Therapy (Mitochondrien-Austauschtherapie) geboren worden. Der Bericht der HFEA wurde vergangenen Mittwoch veröffentlicht. Darin wird ebenfalls erwähnt, dass 32 Patienten die Bewilligung zur Mitochondrien-Austauschtherapie (MTD) mit Wirkung vom 10. Mai erhalten haben.
Die Pionierarbeit für diese neue Technik wurde im Newcastle Fertility Centre in Großbritannien geleistet. Dieses Verfahren gibt Frauen mit Gendefekten die Möglichkeit Kinder zur Welt zu bringen, die frei von genetischen Schäden sind. Eines von 6.000 Babys ist von mitochondrialen Störungen betroffen, welche Organe wie das Gehirn, das Herz, die Muskeln sowie die Leber schädigen können.
MDT ist eine spezielle Form der In-Vitro-Fertilisation, d. h. einige Gene stammen von einer dritten Person. Babys, die unter dieser Therapie geboren werden, tragen demzufolge das Erbgut (die DNA) von drei Menschen in sich. 99,8% des Erbguts stammen immer noch von Mutter und Vater, auch wenn der Begriff “Drei-Eltern-Baby” schon geprägt wurde.