Physik-Nobelpreis für 50 Jahre Forschung zur Quantenverschränkung
Am 4. Oktober verlieh die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften den Nobelpreis für Physik an drei Wissenschaftler für ihren Beitrag zur Quantenmechanik. Die Preisträger sind der Franzose Alain Aspect von der Université Paris-Saclay und der École Polytechnique, John F. Clauser aus Kalifornien und Anton Zeilinger von der Universität Wien in Österreich.
In unabhängigen Experimenten, die sich über einen Zeitraum von 50 Jahren erstreckten, untersuchten die Wissenschaftler die Quantenverschränkung zwischen subatomaren Teilchen. Sie bestätigten die Existenz eines Phänomens, das Albert Einstein als „spukhaft“ abgelehnt hatte. Verschränkte Teilchen verhalten sich wie eine Einheit – selbst, wenn sie tausende Kilometer voneinander entfernt sind. Wenn sich der Zustand eines Teilchens ändert, ändert sich automatisch auch der Zustand des anderenTeilchens.
Die Quantenverschränkung ist eines der Hauptmerkmale der Quantenmechanik. Sie wird in der Kryptologie, der Quanteninformatik und dem Quanteninternet der Zukunft eingesetzt. Einer der ersten Erfolge in der Quantenkryptologie sind Nachrichten, die mit Paaren von verschränkten Partikeln verschickt werden. Jeder Lauschangriff zerstört die