Mann aus Kentucky gewinnt Prozess wegen unerwünschter Geburtstagsfeier im Büro
Im August 2019 hatte Kevin Berling, ein Angestellter der Laborfirma Gravity Diagnostics in Kentucky, seine Kollegen gebeten, keine Geburtstagsfeier für ihn zu organisieren. Berling leidet unter Panikattacken. Er war besorgt, dass eine Geburtstagsfeier unangenehme Kindheitserinnerungen wachrufen und eine Attacke auslösen könnte.
Das Unternehmen ignorierte seine Bitte und veranstaltete trotzdem eine Überraschungsfeier, auf der Berling dann eine Panikattacke erlitt. Daraufhin verließ er die Feier. Am nächsten Tag wurde er bei der Arbeit darauf angesprochen und dafür kritisiert, dass er die Feier früh verlassen hat. Diese Konfrontation löste eine weitere Panikattacke aus. Zwei Tage später entließ Gravity Diagnostics ihn wegen Sicherheitsbedenken.
Nach seiner Entlassung reichte Berling eine Klage gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber ein. Er sagte, das Unternehmen habe ihn wegen seiner Behinderung diskriminiert. Die Verhandlung fand Ende März 2022 statt und dauerte zwei Tage. Die Geschworenen sprachen Berling ein Schmerzensgeld von 278.000 Euro und weitere 139.000 Euro für Lohnausfall zu.