„Oben ohne“ auf Spielplatz – Frau bekommt Platzverweis
8 July 2021
| Michael: | In Berlin hat sich kürzlich folgende Situation ereignet. Eine Frau sonnte sich oben ohne auf einem Spielplatz, während sie ihr Kind beaufsichtigte. Nachdem daraufhin die Polizei eingeschritten war und der Frau einen Platzverweis erteilt hatte, ist diese damit an die Öffentlichkeit gegangen. Unter dem Hashtag #GleicheBrustfürAlle ist eine Debatte darüber entbrannt, ob die nackte weibliche Brust an öffentlichen Plätzen genauso akzeptiert werden sollte wie die männliche. „Brust ist Brust, ob männlich, weiblich, trans oder inter.“ Das schreibt die „taz“ im Artikel „Brust des Anstoßes“ am 30. Juni. Die weibliche Brust müsse verhüllt werden, weil sie sonst öffentliches Ärgernis erregen könnte, was als eine Straftat angesehen wird. Die nackte männliche Brust hingegen stellt in der Öffentlichkeit kein Problem dar. Dies gäbe einem zu denken, wie frei wir 2021 obenrum tatsächlich schon sind. |
| Jana: | Das war ja abzusehen, dass diese Debatte irgendwann auftaucht. Aber ich finde es gut, dass die Gesellschaft sich darüber Gedanken macht. |
| Michael: | Und was ist deine Meinung zum Thema? Ich kann es schon irgendwie nachvollziehen, was die Zeitung schreibt. Und auch den Hashtag finde ich gut. Trotzdem stelle ich es mir seltsam vor, in der Öffentlichkeit nackte Frauenbrüste zu sehen. |