Konfrontation während der Sitzung des UN-Menschenrechtsrates
Am Montag eröffnete Michelle Bachelet, die Hochkommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, die 47. Sitzung des UN-Menschenrechtsrates. In ihrer Eröffnungsrede rief sie zu konzertierten Aktionen auf, um die schlimmste globale Verschärfung der Menschenrechtslage zu überwinden. Sie benannte dabei ausdrücklich die Situation in China, Russland und Äthiopien.
Bachelet teilte dem Rat mit, dass sie beabsichtige, die autonome Region Xinjiang der Uiguren im Nordwesten Chinas zu besuchen, da von dort immer wieder Berichte über schwere Menschenrechtsverletzungen kommen. Die chinesischen Regierungsvertreter begrüßten den Besuch, forderten Bachelet jedoch auf aufzuhören, „falsche Bemerkungen zu machen, die in Chinas Souveränität eingreifen“.
Am Dienstag forderten Kanada und 40 weitere Länder einen „sofortigen, umfassenden und ungehinderten Zugang“ zu Chinas Provinz Xinjiang. Im Gegenzug verlangte ein chinesischer Regierungsvertreter von der kanadischen Regierung, „Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land“ zu stoppen. Chinas Forderung an Kanada wurde von Russland, Belarus, Nordkorea, Iran und Syrien unterstützt.