Kirgisien preist giftige Wurzel zur COVID-19-Behandlung an
Am vergangenen Freitag stellte das kirgisische Gesundheitsministerium auf einer Pressekonferenz ein neues Mittel gegen das Coronavirus vor. Gesundheitsminister Alimkadyr Beishenaliyev nahm vor Journalisten einige Schlucke einer Lösung zu sich, die Extrakte der Eisenhutwurzel enthielt und pries ihre heilende Wirkung an. Die Eisenhutwurzel wird in der traditionellen Medizin verwendet, obwohl sie als hochgiftig gilt.
Kirgisien hat über 90.000 COVID-19-Fälle und mehr als 1.500 Todesfälle gemeldet. Derzeit – mit Stand vom 17. April 2021 – werden 1.130 Patienten wegen des Coronavirus in den Krankenhäusern des Landes behandelt. Die Weltgesundheitsorganisation kritisierte die Entscheidung, das Mittel anzupreisen.
Laut Beishenaliyev hat der derzeitige kirgisische Präsident das angebliche Heilmittel bereits an sich selbst und an anderen Häftlingen ausprobiert, als er im vergangenen Jahr im Gefängnis