Berlin beginnt Mietenstopp für 1,5 Millionen Wohnungen
Ab diesem Sonntag werden in Berlin die Mieten von 1,5 Millionen Wohnungen für die nächsten fünf Jahre eingefroren. Mit diesem umstrittenen Schritt soll die Mietenexplosion eingedämmt werden, die viele Menschen dazu gezwungen hat, aus der deutschen Hauptstadt wegzuziehen. Berlin ist die erste deutsche Stadt, die ihre Mieten kontrolliert. Gegner des umstrittenen Gesetzes sind vor Gericht gezogen.
Durch den Mietenstopp sollen die Mieten für Wohnungen, die vor 2014 gebaut wurden, für die nächsten fünf Jahre auf dem derzeitigen Niveau gehalten werden. Kritiker der Maßnahme sagen, dass der Mietenstopp Vermieter davon abhalten wird, in dringend benötigte Renovierungen von Wohnungen zu investieren, weil sie die Mieten nach der Renovierung nicht erhöhen können und somit finanzielle Verluste erleiden.
Der von der regierenden Berliner Linkskoalition durchgesetzte Mietenstopp ist von den konservativeren Christdemokraten, der Partei von Bundeskanzlerin Angela Merkel, stark kritisiert worden. Sie bilden die Opposition im Senat von Berlin – der Berliner Landesregierung.