Verbot von Plastiktüten in Italien löst Empörung aus
Am 1. Januar hat die italienische Regierung eine Regelung in Kraft gesetzt, die die Verwendung von Plastiktüten für Obst, Gemüse und Backwaren verbietet. Ab jetzt sind nur noch biologisch abbaubare und kompostierbare Tüten erlaubt, und Kunden müssen dafür eine geringe Gebühr zahlen. Einige Italiener protestierten gegen die Regelung und machten sie auf Social Media lächerlich.
Inspiriert wurde das neue Gesetz von einer EU-Richtlinie aus dem Jahr 2015, die die Mitgliedsstaaten dazu auffordert, den Verbrauch von Plastiktüten einzuschränken. Ab jetzt müssen Geschäfte eine Gebühr von einem bis drei Eurocent für jede umweltfreundliche Tüte verlangen. Diese Gebühr erscheint auf dem Kassenbon. Laut dem italienischen Verband für Biokunststoffe wird diese Gebühr eine italienische Familie im Jahr rund 4 bis 12,50 Euro kosten.
Dieses Gesetz verärgert nicht nur Kunden, sondern auch Ladenbesitzer, die Strafgelder zahlen müssen, wenn sie keine Bezahlung für die neuen Tüten verlangen. Am 4. Januar — nur wenige Tage nach dem Inkrafttreten der Regelung — erklärte das italienische Gesundheitsministerium, Kunden könnten ihre eigenen kompostierbaren Tüten von zu Hause mitbringen, solange diese nicht ber